Indikatoren für Pferdegestützte Intervention

 

Die Pferdegestützte Intervention bietet vielfältige Möglichkeiten bei der Unterstützung von psychischen, neurologischen und körperlichen Belastungen. Sie erfolgt additiv, das bedeutet, dass sie begleitend zu z.B. einer Psychotherapie, einer Logopädie, einer Ergotherapie etc. stattfindet. Durch die Begegnung mit dem Pferde werden neue Erfahrungsräume und Möglichkeiten geöffnet, die sich positiv auf den Alltag auswirken können. Pferdegestützte Intervention kann reitend, im Sinne einer Reittherapie stattfinden, jedoch kann sie auch mit und am Pferd ausgeführt werden.

 

In meiner Arbeit steht stets die Triade aus Klient, Pferde und mir, als Fachkraft, im Fordergrund. Das Pferd reagiert authentisch und unmittelbar. Dadurch können Prozesse angestoßen werden, die im Alltag sonst oft schwer zugänglich sind. Pferde fördern die emotionale Öffnung. Ressourcen werden in dieser Arbeit gestärkt, Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit können aufgebaut und heilsame Erfahrungen gemacht werden.

 

 

Folgende Indikatoren eignen sich, Sie können mich jedoch gerne bezüglich ihrer Problematik kontaktieren:

 

  • ADHS
    Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung profitieren von der klaren Struktur, der unmittelbaren Rückmeldung des Pferdes und der Förderung von Konzentration, Selbstregulation und Impulskontrolle.

  • Autismus-Spektrum-Störung
    Pferde wirken als Brücke im sozialen Kontakt. Durch die nonverbale Kommunikation mit dem Tier können soziale Kompetenzen, Selbstwahrnehmung und emotionale Regulation gestärkt werden.

  • Traumafolgestörung
    Die sichere und vertrauensvolle Begegnung mit dem Pferd ermöglicht Stabilisierung, Stressreduktion und einen sanften Zugang zu Gefühlen. Gleichzeitig kann das Gefühl von Selbstwirksamkeit gestärkt werden.

  • Essstörung
    Im Kontakt mit dem Pferd können Körperwahrnehmung, Selbstakzeptanz und Achtsamkeit gefördert werden. Die Erfahrung, vom Pferd getragen zu werden, vermittelt Sicherheit, Halt und Vertrauen.

  • Körperliche Beeinträchtigungen
    Durch die rhythmische Bewegung des Pferdes wird der Bewegungsapparat mobilisiert, Koordination und Gleichgewicht werden unterstützt. Dies kann sich positiv auf die motorischen Fähigkeiten und das allgemeine Wohlbefinden auswirken.

  • Sprachstörungen/Sprachbarrieren
    Kinder mit einer Sprachstörung bzw. Sprachbarriere profitieren von der spielerischen Förderung von Sprache, Atmung und Rhythmus im Zusammensein mit dem Pferd. Die Motivation, sich auszudrücken, wächst durch die erlebnisorientierte Umgebung.

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© Tanja Grothues / Pferdegestützte Intervention